Heute Morgen wachte ich erschreckt mit der gleichen Frage auf, die ich mir beim Schlafengehen gestern Abend schon durch meine müden Gehirnwindungen jagte: Was ist los mit den verheirateten Lieblingsmenschen meiner kanraischen Lieblingsinseln? Sich hin und wieder mal streiten, auch zeimlich laut, auch bei offenen Fenstern- ok. Aber Ratz-Fatz (rápidemente) scheiden? Und das in statistisch aufsehenerregender Zahl? Nein, so schlimm kanns nicht sein. Wenn Ehen in Spanien gschieden werden und es wird, noch ganz unschuldig, mit "statistisch wieviel?" gefragt, dann kann die Zahl von 200,9 Scheidungen * im spanischen Landesdurchschnitt (pro 100.000 Einwohner) schon mal leicht erschrecken - aber, naja, geht ja noch ... Wenn dann allerdings nach der Quote der Kanareninseln gefragt wird, kommen hier 248,4 Anträge auf Trennungen, Scheidungen oder Aufhebungen der Ehen zusammen. Uff! (1) Wie dem auch sei, fest steht damit: Mit ziemlicher Distanz zu allen anderen spanischen Regionen weisen die kanaren die höchte Scheidensrate ganz Spaniens auf. Und das, uff! (2) seit 2019 in Folge! Wenn man die "glückseligen Inseln" (!) (islas afortunadas) noch etwas weiter differenzieren will, kann man in der westlichen Provinz der Inseln, Santa Cruz de Tenerife, eine um 122 geringere Scheidungsantragsaktiviät gegenüber der Ostprovinz Las Palmas de GC, feststellen. Tiefergehende soziologisch-psychologische Untersuchungen dieses Phänomens fehlen leider bis jetzt. Möglicherweise ist die salles dem ungebremseten Temperament der agierenden Paare zu verdannken, sage ich mal in einem Anflug von kleinen Einblicken aufs La-Palma-Geschehen ... Dennoch, die wahren Unterschiede, Spanien zu Kanareninseln, Kanareninseln unter sich, bleiben dennoch im Dunklen. Wer mir mit Erklärungsansansätzen helfen will und kann, ist hiersehr willkommen. León Wolfgang Schönau (Don León).
* Angaben nach dem Statistischen Dienst des Generalrates der Justiz Spaniens (CGPJ)

Kommentar schreiben